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Rom versteht uns nicht

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ISBN 978-3-903040

23 S.

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Als Adolf Hitler in Wien einzieht, wird er als neuer Staatschef mit dem Geläute der Pummerin feierlich begrüßt. Der Kardinal eilt zu ihm ins Hotel Imperial, macht ihm seine Aufwartung und verp?ichtet noch am selben Tag die Katholiken, treu zum Führer und Reichskanzler zu stehen. Das vom Erzbischof und Vorsitzenden der österreichischen Bischofskonferenz Theodor Kardinal Innitzer (1875 –1955) handgeschriebene „Heil Hitler“ leuchtet von den Litfaßsäulen, und den Gläubigen wird von der Kanzel verkündet, wie sie sich am Tage der Volksabstimmung, dem 10. April 1938, zu verhalten haben.  Dass Frauen und Männer, Laien oder Priester, die dem barbarischen Regime politischen Widerstand geleistet hatten, im KZ schmachten mussten oder am Schafott ihr Leben ließen, wird nach dem Ende des NS-Regimes von der kirchlichen Obrigkeit kaum oder gar nicht beachtet. Die kirchliche Obrigkeit weiß um Deportationen der Juden in Viehwaggons in die Vernichtungslager und schweigt, allen wohl formulierten Hinweisen auf christliche Nächstenliebe zum Trotz. Nach dem NS-Desaster werden ?ächendeckend Dankgottesdienste für die Beendigung des schrecklichen Krieges gefeiert und vereinzelt auch solche für die Beendigung der NS-Barbarei.

Wie soll oder will man all das, was klar zutage liegt, erklären? Gibt es eine durchgehende Spiritualität, die alles motivierte und der die Ereignisse, pastoralen Verhaltensweisen und Weichenstellungen förmlich von selbst erwuchsen? Gibt es für all das einen roten Faden, der alles miteinander verbindet? Die vorliegende Studie versucht dem nachzugehen, den entsprechenden Grundsätzen und Leitlinien nachzuspüren und sie darzulegen.