{"id":5243,"date":"2021-10-21T10:54:33","date_gmt":"2021-10-21T09:54:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wagnerverlag.at\/content\/?p=5243"},"modified":"2021-10-21T10:55:58","modified_gmt":"2021-10-21T09:55:58","slug":"buchpraesentation-christliche-staetten-im-orient","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wagnerverlag.at\/content\/?p=5243","title":{"rendered":"Buchpr\u00e4sentation &#8222;Christliche St\u00e4tten im Orient&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Die kathpress berichtete am 20.10.2021:<\/p>\n<p>Linz, 20.10.2021 (KAP) Rund 30 Jahre hat Hans Hollerweger, Gr\u00fcnder der &#8222;Freunde des Tur Abdin&#8220; und der &#8222;Initiative Christlicher Orient&#8220; (ICO), den Orient bereist. Nun hat er auf Basis seiner Reisen und Erlebnisse ein weiteres Buch dazu ver\u00f6ffentlicht: Der Band &#8222;Christliche St\u00e4tten im Orient&#8220; f\u00fchrt zu bekannten und auch weniger bekannten Kirchen, Kl\u00f6stern und weiteren religi\u00f6sen St\u00e4tten im gesamten Nahen Osten. Offiziell pr\u00e4sentiert wurde das Buch am Dienstagabend im Linzer Priesterseminar. Hollerweger selbst appellierte dabei einmal mehr an die Kirchen im Westen, die Nahost-Christen nicht zu vergessen.<\/p>\n<p>Der chald\u00e4ische Patriarch Kardinal Louis Sako aus Bagdad wollte eigentlich pers\u00f6nlich an der Pr\u00e4sentation teilnehmen, musste aber kurzfristig absagen. In einer Videobotschaft w\u00fcrdigte er die jahrzehntelangen Bem\u00fchungen Hollerwegers, den Orient-Christen einerseits vor Ort zu helfen und andererseits, das orientalische Christentum im Westen bekannter zu machen.<br \/>\nDie Begegnung mit den Christen im Orient habe sein Leben ungemein bereichert, zog der 91-j\u00e4hrige Hollerweger in seinen Ausf\u00fchrungen Bilanz. Nachsatz: &#8222;So habe ich mein Herz im Orient belassen.&#8220; Auch wenn es ihm seit einigen Jahren aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden nicht mehr m\u00f6glich sei, in den Orient zu reisen, stehe er doch mit vielen Freunden vor Ort nach wie vor in engem Kontakt. Sein Wunsch sei es, dass auch durch sein neues Buch die Christen im Westen \u00fcber die &#8222;Christen am Wurzelboden des Glaubens&#8220; besser Bescheid w\u00fcssten.<\/p>\n<p>Dramatische Situation in Syrien<br \/>\nDer Salzburger Ostkirchenexperte Prof. Dietmar Winkler berichtete bei der Buchpr\u00e4sentation u. a. \u00fcber die j\u00fcngste Reise von Kardinal Christoph Sch\u00f6nborn nach Syrien. Der Wiener Erzbischof besuchte auf Einladung des syrisch-orthodoxen Patriarchen Aphrem II. Anfang Oktober die Christen im Land. Winkler geh\u00f6rte der kleinen \u00f6sterreichischen Delegation an.<br \/>\nDie Freude \u00fcber den Besuch sei bei den Christen vor Ort sehr gro\u00df gewesen, &#8222;weil die Menschen das Gef\u00fchl hatten, dass sie nicht g\u00e4nzlich vergessen sind&#8220;. Zugleich habe er mit Bedr\u00fcckung feststellen m\u00fcssen, so Winkler, dass aufgrund der schlimmen wirtschaftlichen und politisch ungewissen Situation &#8222;ausnahmslos alle jungen Menschen, mit denen wir sprechen konnten, das Land verlassen wollen&#8220;.<br \/>\nDeutlich geworden sei auch einmal mehr, dass die westlichen Sanktionen gegen Syrien die Falschen treffen w\u00fcrden; n\u00e4mlich die einfache Bev\u00f6lkerung vor Ort. Die Armut im Land habe ein dramatisches Ausma\u00df erreicht, so Winkler.<\/p>\n<p>Der Linzer Generalvikar Severin Lederhilger pl\u00e4dierte in seinem Schlusswort daf\u00fcr, dass West- und Ostkirche noch viel mehr aufeinander zugehen, voneinander lernen und sich gegenseitig bereichern m\u00fcssten. Der Reichtum \u00f6stlicher Traditionen werde in Hollerwegers Buch mehr als deutlich.<\/p>\n<p>Hans Hollerweger gr\u00fcndete vor 32 Jahren die &#8222;Initiative Christlicher Orient&#8220;, die urspr\u00fcnglich &#8222;Freunde des Tur Abdin&#8220; hie\u00df. Er begann 1989 mit seinem Einsatz f\u00fcr die bedr\u00e4ngten christlichen Gemeinden in der S\u00fcdostt\u00fcrkei (&#8222;Tur Abdin&#8220;), sp\u00e4ter hat sich sein Einsatz auf den gesamten Orient ausgeweitet. 2014 legte Hollerweger sein Amt als ICO-Obmann zur\u00fcck und \u00fcbergab die Leitung des Vereins an den Welser Pfarrer und Generaldechant Slawomir Dadas.<br \/>\nHollerweger f\u00fchrt die Leserinnen und Leser in seinem neuen Buch durch das Heilige Land (Israel, Pal\u00e4stina und Jordanien), durch den Libanon, den Irak, Syrien und die T\u00fcrkei. Der Orient-Experte hat alle St\u00e4tten selbst besucht und stellt diese nicht nur vor, sondern berichtet auch von eigenen Erfahrungen. Patriarch Sako hat zu dem Buch das Vorwort verfasst.<br \/>\nManche der von Hollerweger in Text und Bild pr\u00e4sentierten St\u00e4tten sind heute in dieser Form nicht mehr vorhanden, weil sie vom IS oder anderen islamistischen Gruppen zerst\u00f6rt bzw. besch\u00e4digt wurden. Das trifft etwa auf das syrisch-katholische Kloster Mar Behnam im Irak oder das griechisch-orthodoxe Georgskloster von Humaira in Syrien zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die kathpress berichtete am 20.10.2021: Linz, 20.10.2021 (KAP) Rund 30 Jahre hat Hans Hollerweger, Gr\u00fcnder der &#8222;Freunde des Tur Abdin&#8220; und der &#8222;Initiative Christlicher Orient&#8220; (ICO), den Orient bereist. Nun hat er auf Basis seiner Reisen und Erlebnisse ein weiteres Buch dazu ver\u00f6ffentlicht: Der Band &#8222;Christliche St\u00e4tten im Orient&#8220; f\u00fchrt zu bekannten und auch weniger bekannten Kirchen, Kl\u00f6stern und weiteren religi\u00f6sen St\u00e4tten im gesamten Nahen Osten. 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